Nacht am See
~~~~~ NACHT AM SEE ~~~~~
***IM MOMENT FÄLLT MIR KEIN PASSENDER TITEL EIN,WAS ICH SO BALD WIE MÖGLICH BEHEBEN WERDE***

Wie euch vielleicht aus früheren Einträgen bekannt ist,neige ich dazu,unter Alkoholeinfluss etwas seltsame Dinge zu unternehmen.

So auch geschehen am Samstag (23.08.).Wir durchkämmen zu dritt den besagten Schlosspark auf der Suche nach bekannten Leuten und werden nach gut einer Viertelstunde fündig.Ein paar Gestalten sitzen auf Bänken um einen Mülleimer aus Metall herum und versuchen unablässig,die Zweige darin zu entzünden,was allerdings ständig misslingt,da selbige aufgrund der Witterungsbedingungen in ziemlich feuchtem Zustand sind.Nach einem kurzen belanglosen Gespräch setze ich mich neben einen Typ,den ich bedingt durch die Dunkelkeit und seine Mütze nicht wirklich erkennen kann.M. setzt sich neben mich,S.gegenüber.Diese Konstellation ist allerdings nicht von Dauer,da unsere Feuerstelle weit mehr als nur ein bisschen zu qualmen begonnen hat und ich der Glückspilz bin,der genau in der falschen Windrichtung sitzt.Also wird mir ein neuer Platz angeboten-auf S.s Schoß,was mich geringfügig freut.Mein neuer Nachbar zu meiner Rechten:eine Flasche Sangria.(Zuvor muss erwähnt werden,dass ein mittelalterliches Spektakel,wie es zu der Zeit dort stattfand,ohne Met einfach nicht so mittelalterlich wirkt...).Um ein Uhr nachts beschließen wir,uns auf den Heimweg zu machen.Doch das stellt sich als recht schwieriges Unterfangen heraus,da ich beim Aufstehen wieder einmal feststellen muss,dass Alkohol auch in geringen Mengen eine nicht unerhebliche Wirkung auf mich hat,was zu dem Zeitpunkt jedoch von mir uns allen anderen noch als relativ lustig angesehen wird,denn ich habe permanent das Gefühl,auf einem Wasserbett zu gehen und mein Gang sieht natürlich dementsprechend aus.An der Haltestelle verabschieden wir uns von M. und S. und ich steigen in die Straßenbahn,was man quasi als Anfang vom Ende bezeichnen kann,denn ich komme ins Nachdenken:Eigentlich war es nicht meine Absicht,mich jemals in einem solche Zustand vor M oder S (vor allem S!!) blicken zu lassen.(Eigentlich war es nicht meine Absicht,dass mich ÜBERHAUPT jemand so sieht).Und dann denke ich plötzlich an die zerbrochene Freundschaft zu Nici,die Quasi-Exkommunikation aus der Klassengemeinschaft (die mir normalerweise nichts ausmacht) und an ein paar andere Dinge,die privat sind und es auch bleiben sollen.Und es kommt so,wie es kommen muss:Ich fange an zu weinen.Ich fange an zu weinen und kann nicht mehr aufhören...S umarmt mich und versucht mich zu trösten und herauszufinden,was genau los ist.Noch weit von unserem Ziel entfernt steigen wir aus.Wir stehen an einer Straßenecke und S umarmt mich immernoch,was schön ist,allerdigs nichts an der Tatsache ändert,dass ich mir irgendwie verloren vorkomme,was meinen Zustand nicht gerade bessert.Nach einer Weile tippt S jemand auf die Schulter,irgendein Typ,dessen Aussehen ich beim besten Willen nicht mehr beschreiben kann und will wissen,ob alles in Ordnung ist.Das zu bejahen wäre eine glatte Lüge und so erklärt er,er wohne genau gegenüber und fragt,ob wir mit hochkommen wollen.

Nach einem turbulenten Treppenaufstieg erreichen wir seine Wohnung.Ich sitze auf dem kleinen Sofa,versuche in kleinen Schlucken ein Glas Wasser auszutrinken,kaue auf einem Stück Brot ("Willst du n Stück frazösisches Landbrot?" ) herum und bemerke am Rande,das S. telefoniert,natürlich mit M,dem mein Zustand auf diese Weise auch nicht verborgen bleibt...

Die restliche Heimfahrt,angetreten mit einem Taxi,ist mir nur noch schemenhaft in Erinnerung und schließlich sitzen wir beide auf der weißen Plastikbank vor dem Haus von S.s Vater.Besser gesagt kniet S. vor mir und zieht mir meine Schuhe aus.Dann darf ich ich in seinen Mantel kuscheln,er legt den Arm um mich und ich erkläre ihm,so gut es mir möglich ist,warum es so gekommen ist und entschuldige mich etwa zum fünfunddreißigsten Mal.Wir reden noch ca. eine Stunde ehe wir nach oben gehen (Gehen klappt mittlerweile schon wieder ganz gut) und ich endlich ins Bett darf.

Den nächsten Tag muss ich wohl nicht nennenswert beschreiben,denn ich fühlte mich und sah aus,als wäre ich tot,außerdem hatte ich immernoch Nackenschmerzen vom Konzert am Vortag.

 FAZIT: Trotz meiner temporären Unpässlichkeit war dieses Wochenende (im Speziellen der Samstag Abend,ab etwa 1.45 Uhr) im Großen und Ganze recht schön.

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ERKENNTNISSE UND INNOVATIONEN:

  1. Kein Alkohol mehr im Sitzen.
  2. Kein Alkohol in Mengen,die ich nicht vertrage.
  3. Ich vertrage KEINEN Alkohol.
  4. Entweder JUNGS oder ALKOHOL,alles andere führt zu einer Blamage.
  5. Vor etwa einer Woche habe ich mein Zimmer aufgeräumt.Und 5 Stunden dafür gebraucht. 
  6. Würde ich mein Zimmer öfter aufräumen,bräuchte ich auch nicht immer so lange.

Nun kennt ihr ein weiteres peinliches Detail aus meinem Leben.

Macht´s gut,stay dark und trinkt bitte nicht mehr,als ihr auch verkraften könnt,den Tag danach ist es nämlich auf keinen Fall wert xD

12.9.08 14:54
 


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